Wiss. Mitarbeit (m/w/d) 0,75 EG 13 TV-L, Inst. f. Grundschulpädagogik, FB 1: Bildungswissenschaften
Die Universität Koblenz ist die jüngste Universität Deutschlands – und hat gleichzeitig eine lange akademische Tradi- tion. Fächer- und einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit sowie kurze Wege auf dem Campus prägen den Univer- sitätsalltag. Als die interdisziplinäre Universität im Norden von Rheinland-Pfalz mit rund 9800 Studierenden leben wir Wissen-Transformation-Innovation in unseren Profilbereichen „Bildung“, „Informatik“, „Kultur und Vermittlung“ sowie „Material und Umwelt“. Wir stehen für eine zukunftsweisende Lehrkräftebildung für alle Schulformen und gestalten den Transfer in die Gesellschaft und die regionale Wirtschaft. Werden Sie Teil unseres Teams und gestalten Sie die weitere Entwicklung mit!
Die Universität Koblenz begrüßt Bewerbungen aller Al- tersgruppen, unabhängig von Geschlechtsidentität, Be- hinderung, ethnischem oder kulturellem Hintergrund, Religion, Weltanschauung oder sexueller Orientierung. Wir streben eine Erhöhung des Frauenanteils an und sind daher an Bewerbungen von Frauen besonders interes- siert. Sie werden bei gleichwertiger Eignung und Befähi- gung im Falle einer Unterrepräsentanz bevorzugt be- rücksichtigt. Schwerbehinderte Menschen werden bei sonst gleicher fachlicher und persönlicher Eignung be- vorzugt berücksichtigt.
Ihre Aufgaben
- Sie arbeiten an der Durchführung des Projektes wissen- schaftlich begleitend mit. Das umfasst u.a. Recherche und Sichten des Materialkorpus sowie ergänzende Ar- chiv-Recherche für einzelne Biographien. Sie koordinie- ren und unterstützen die künstlerisch-forschende Arbeit von LIGNA bei der Erarbeitung eines Stückes mit Studie- renden, begleiten die Proben und Aufführen im Kontext Schule und Theater und begleiten darüber hinaus die dramaturgische Stückentwicklung.
- Die wissenschaftlichen und künstlerischen Fachtage des Projektes werden von Ihnen mitorganisiert, wobei Sie kommunikative Prozesse zwischen den beteiligten Pro- jektpartnern und dem Projektträger steuern.
- Als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in können Sie im Rah- men des Projektes die Projektentwicklung begleitend evaluieren, wobei qualitative Methoden zum Einsatz Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wiss. Mitarbeiterin/einen wiss. Mitarbeiter (m/w/d) am Institut für Grundschulpädagogik, im Fachbereich 1: Bildungswissenschaften kommen sollen.
- Sie sollen ferner Unterstützung und Mit- wirkung bei der Präsentation von Projektergebnissen und dem Verfassen wissenschaftlicher Publikationen leisten.
- Zu den Aufgaben zählt die Beteiligung an der pro- jektrelevanten Selbstverwaltung. Außerhalb der Dienst- aufgaben besteht Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation, die entsprechend unterstützt wird. Die Einwerbung weiterer Drittmittel wird im Rahmen des Projektes angestrebt.
Gesucht wird eine Person, die sowohl Erfahrungen in künstlerischer, wissenschaftlicher und Vermittlungsar- beit aufweist als auch die Organisation des Projektes ge- staltet und an den Schnittstellen von Wissenschaft und Kunst forscht.
Ihr Profil •
- erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) mit deutlichem Bezug zur Ausschreibung (z.B. Erziehungswissenschaft oder Bi- ographieforschung mit dem Schwerpunkt NS oder Künstlerische Forschung oder Erinnerungskultur, Kulturwissenschaften oder Performance Studies, bzw. Theaterwissenschaft)
- Erfahrung in Kulturellen Bildungsprojekten sowie Projektkoordination
- motiviert, zielstrebig, organisiert und künstlerisch forschungsorientiert, erkennbare Kenntnisse über den historischen Gegenstand des Projektes, Erinne- rungskultur und Vermittlung.
- Sehr gute organisatorische Fähigkeiten im wissen- schaftlichen und künstlerischen Feld
- Interesse an vernetztem Arbeiten mit Wissenschaft, Vermittlung und Theatern
- Erwartet werden Kenntnisse in universitärer Lehre oder künstlerischer Vermittlungsarbeit
- hohes persönliches Engagement sowie zuverlässi- ges, eigenständiges, strukturiertes und ergebnisori- entiertes Arbeiten im Projektteam (Künstlerkollektiv LIGNA, Jüdisches Museum Frankfurt, Universität Kob- lenz)
Wir bieten •
- ein spannendes und sehr abwechslungsreiches Auf- gabengebiet in einem kollegialen Team, in dem es so- wohl Raum für Zusammenarbeit und Austausch gibt als auch die Freiheit, eigene Ideen zu entwickeln
- Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-L sowie die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen gemäß TV-L (Jahressonderzahlung, Altersvorsorge (VBL))
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexible Arbeits- zeiten
- Einbindung in ein forschungsaktives und gut vernetz- tes Umfeld
- Möglichkeiten zur Teilnahme an nationalen und in- ternationalen Workshops und Konferenzen, Karrie- reberatung
- vielfältiges Sportprogramm mit gesundheitsfördern- den Angeboten
Die Beschäftigung für ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht des BMF erfolgt im Umfang von 75% einer Vollzeitbeschäftigung (derzeit 29,25 Std./Woche) und ist auf zwei Jahre befristet. Die befristete Einstellung erfolgt auf der Grundlage der Regelungen des Gesetzes über be- fristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft (WissZeitVG) und ist an die Laufzeit des Projektes gebunden. Aufgabenschwerpunkt ist die Mitarbeit im Projekt „Angst vor dem nächsten Tage – Performatives Erinnern an (Auto)Biographien im Nationalsozialismus“, das vom Bun- desfinanzministerium in der Bildungsagenda NS-Un- recht durch die Stiftung „Erinnern – Verantwortung – Zu- kunft“ gefördert wird. Das Projekt ist an der Universität Koblenz bei Prof. Dr. Wiebke Lohfeld (Arbeitsbereich Äs- thetische Bildung, Zentrum für Zeitgenössisches Theater und Performance und Institut für Grundschulpädagogik) verortet und arbeitet in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt (Prof. Dr. Mirjam Wenzel) und dem Künstlerkollektiv LIGNA (www.ligna.org). In Kooperation mit den beteiligten Partnern wird das Pro- jekt sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch und vermittelnd arbeiten. Für die Entwicklung eines Hör- stücks werden zwei historische Sammlungen herangezo- gen: Selbstzeugnisse von NS-Verfolgten, die 1939 als Ein- sendungen auf ein Preisausschreiben der Harvard Uni- versity durch Gordon W. Allport, Sidney B. Fay und Edward Y. Hartshorne eingingen und die kontrastiert werden mit Selbstzeugnissen von NSDAP-Mitgliedern, die 1934 vom Soziologen Theodore Abel ebenfalls als Ein- sendungen zu einem Preisausschreiben gesammelt wur- den. Das zu entwickelnde Stück wird sich mit einzelnen Beiträgen aus beiden historischen Datensätzen befas- sen. Begleitend wird ein pädagogisches Vermittlungspro- gramm und eine App für den Kontext weiterführende Schulen und Lehrkräftebildung entwickelt. Dazu wird es digitale Vermittlungsformate, Proben mit unterschiedli- chen Schüler*innengruppen und Aufführungen sowohl in Schulen als auch in Theatern geben. Das gesamte Pro- jekt wird wissenschaftlich begleitet.
Im Kontext aller Projekte der Bildungsa- genda NS-Unrecht nimmt das Projekt an übergeordne- ten Vernetzungstreffen teil und ist damit eingebunden in bundesweite Diskursarenen zur Erinnerungskultur und der Vermittlung der NS-Geschichte für junge Menschen insbesondere in der Kulturellen Bildung.