Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Doktorand*in) - Bryophytendiversität in Galapagos
Die 1527 gegründete Philipps-Universität bietet vielfach ausgezeichnete Lehre für rund 22.000 Studierende und stellt sich mit exzellenter Forschung in der Breite der Wissenschaft den wichtigen Themen unserer Zeit. Am Fachbereich Geographie, Arbeitsgruppe Funktionelle Pflanzengeographie, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet auf 4 Jahre, soweit keine Qualifizierungsvorzeiten anzurechnen sind, eine drittmittelfinanzierte Teilzeitstelle (65 % der regelmäßigen Arbeitszeit) als Wissenschaftlicher Mitarbeiterin (Doktorand*in) - Bryophytendiversität in Galapagos in der DFG-finanzierten interdisziplinären Forschungsgruppe GArua: “Fog-dependent water relations and plant invasion in the Galápagos Archipelago under climate change” im Teilprojekt “Epiphyte species diversity across scales as safeguard for maintaining ecosystem functions under global change” zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages des Landes Hessen. Dienstort ist Marburg. Die Stelle umfasst zudem jährlich mehrmonatige Feldarbeiten auf Galápagos sowie Aufenthalte zu Trainingszwecken bei internationalen Projektpartnern, beispielsweise in Belgien. In der GArua Forschergruppe arbeiten Forscher*innen sieben deutscher Universitäten sowie die in Galapagos angesiedelte Charles Darwin Foundation zusammen mit dem Ziel, die interaktiven Effekte der Pflanzeninvasion und des Klimawandels auf die Biodiversität und den Wasserhaushalt der humiden Höhenstufen der Galapagosinseln zu verstehen. Die Teilprojekte arbeiten auf gemeinsamen Forschungsflächen und führen mehrere Feldexperimente durch, um die Interaktionen zwischen Klimamuster, Nebelwasserauskämmung, Hydrologie, Baumphysiologie, Bodenprozesse sowie der Ökophysiologie und Biodiversität der hier häufig vorkommenden Epiphyten zu erforschen. Einen Überblick der angebotenen Stellen in GArua finden Sie hier: Das Teilprojekt zum Thema Epiphytendiversität hat als Ziel, die Responsen der Epiphyten (hauptsächlich Moose, Lebermoose, Flechten und einige Farnen und Blütenpflanzen) auf klimatische Variation (räumliche Gradienten, Jahr-zu-Jahr Schwankungen und experimentelle Bedingungen) und Pflanzeninvasion (Vergleich einheimischer und invasiver Wirtsbäume) zu erfassen und verstehen. Außerdem interessiert uns die räumliche Strukturierung der Diversität der Epiphyten über Skalenebenen hinweg und ihre Auswirkung auf der Resilienz der Epiphytengemeinschaften im Klimawandel. Ein zweites Subprojekt, mit dem wir eng zusammenarbeiten werden, befasst sich mit der funktionellen Ökologie / Ökophysiologie der Epiphyten, insbesondere Wasser- und Kohlenstoffdynamiken.
Ihre Aufgaben:
- Forschung in der GArua Forschungsgruppe: Entwicklung des Teilprojektes zur Epiphytendiversität und Zusammenarbeit mit den anderen Teilprojekten im GArua Konsortium
- Sammeln und Identifikation von Epiphyten, auch aus den Baumkronen, in der humiden Zone der Galapagosinseln im Einklang mit den Projektzielen und mit dem Fokus auf Bryophyten
- Planung und Organisation der eigenen Datenaufnahme und -analyse (Feldarbeiten, Artbestimmung, Datenmanagement, Statistik) und der von weiteren Studierenden / Forschenden, die im gleichen Teilprojekt an anderen Epiphytengruppen (Flechten, Gefäßepiphyten) und/oder Teilfragestellungen arbeiten
- Betreuung von Feld- und Laborassistent*innen und studentischen Hilfskräften sowie Mitbetreuung von Bachelor- und Masterarbeiten
- Analyse und Interpretation der Forschungsergebnisse und deren Publikation in wissenschaftlichen Artikeln sowie mündlich in den GArua Projektmeetings und auf internationalen Tagungen
- Organisation eines Expert*innenworkshops zur Bestimmung von Bryophyten and Flechten in Galapagos
Im Rahmen der übertragenen Aufgaben wird die Möglichkeit zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit geboten, die der eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung dient. Die Befristung richtet sich nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG.
Ihr Profil:
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) in Biologie, Geographie oder einem verwandten Fachgebiet
- Erfahrung und ein ausgeprägtes Interesse an der Bestimmung und Ökologie von Bryophyten
- Erfahrung in Datenmanagement, Statistik und wissenschaftlichem Schreiben sowie die Bereitschaft, sich in diesen Bereichen weiterzuentwickeln
- eine motivierte, unabhängige, proaktive und kooperative Arbeitshaltung
- Bereitschaft, viele Monate jährlich in Galapagos zu verbringen und Feldarbeiten unter manchmal anspruchsvollen Bedingungen (nasses, kaltes oder auch heißes Wetter, unruhige Bootsfahrten zwischen Inseln, Mücken, schlammige Wanderrouten, dornige Vegetation etc.) auszuführen
- die Bereitschaft, Baumklettern zu lernen (ein Kurs wird angeboten) und zu praktizieren ist erwünscht, obwohl keine Voraussetzung
- sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (C1-Niveau); Deutsch- und Spanischkenntnisse sind von Vorteil
Die Bereitschaft zur eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung wird erwartet.
Wir bieten:
- die Möglichkeit, in einem spannenden interdisziplinären Forschungsprojekt mitzuarbeiten und an Meetings, Workshops und anderen Weiterbildungsmöglichkeiten in der GArua Forschungsgruppe teilzunehmen
- die Möglichkeit sich ausführlich mit der wenig erforschten bryologischen Welt der Galapagosinseln auseinanderzusetzen
- eine finanzierte Promotionsstelle mit einem gut ausgestatteten Forschungbudget
Die Philipps-Universität unterstützt aktiv die professionelle Entwicklung von Nachwuchswissenschaftler*innen durch die Angebote der Marburg Research Academy (MARA), des International Office und der Stelle für Hochschuldidaktik.
Ausschreibungs-ID: fb19-0004-wmz-2026 Eintrittstermin: nächstmöglich Bewerbungsfrist: 16.07.2026 Entgeltgruppe: E 13 TV-H Befristung: 4 Jahre Umfang: Teilzeit (65 %)